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Degussa reduzieren 27.06.2002
Bankgesellschaft Berlin
Oliver Günther, Analyst der Bankgesellschaft Berlin, bewertet die Degussa-Aktie (WKN 542190) mit "reduzieren".
Man halte 38 Euro für einen für die außenstehenden Aktionäre attraktiven Preis. Die Einschätzung des "angemessenen Wertes" der Degussa habe bei rund 30 Euro gelegen. Man denke nicht, dass die Übernahme durch RAG zu einer Steigerung dieses Wertes führe.
Der Streubesitz der Degussa werde sich wahrscheinlich deutlich verringern. Dadurch werde Degussa wahrscheinlich aus dem DAX 30-Index herausfallen. Sollte der Streubesitz unter 5% fallen, dann würde die Aktie auch aus dem DAX100 fallen. Das Recht von E.ON, am 31.5.2004 weitere Degussa-Aktien für 38 Euro zu verkaufen, wirke als Deckel für die Kursentwicklung.
Der Plan von E.ON, die verbliebenen Aktien nach dem 31.5.2004 am Markt zu platzieren, biete Anlegern die Möglichkeit, die Aktien dann zu einem Abschlag zu erwerben. Das Hauptrisiko liege in dem Scheitern der Ruhrgas-Übernahme durch E.ON. Nachdem die deutschen Kartellbehörden diese Übernahme untersagt hätten, sei eine Ministererlaubnis notwendig. Damit diese Erlaubnis vor Gericht von Bestand sei, sei es nötig, dass die Gemeinnützigkeit der Übernahme demonstriert werden könne. Nicht ganz einfach.
Man gehe zwar davon aus, dass der Deal zustande komme, weise allerdings darauf hin, dass das Risiko des Scheiterns nicht zu vernachlässigen sei. Die Entscheidung des Wirtschaftsministers werde für die erste Juli-Hälfte erwartet.
Ein Verkauf der Degussa-Aktien über die Börse sei eine mögliche Alternative zu der Annahme des Angebots. Das Risiko eines Kursrückgangs bei Scheitern des Deals werde vermieden. Ebenso könne der Anleger sofort über das frei werdende Kapital verfügen, während die Übernahme durch RAG im ungünstigsten Fall erst im März 2003 wirksam werde.
Der Kurs notiere mit aktuell 35,4 Euro rund 7% unter dem Übernahmepreis. Darin reflektierten sich einerseits ein Zinseffekt aufgrund der möglichen Verzögerung bis zum Wirksamwerden des Angebots und andererseits eine Risikoprämie für ein mögliches Scheitern des Deals. Man halte diesen Abschlag für relativ effizient.
Weil die Analasten der Bankgesellschaft Berlin denken, dass das Kapital angesichts des gegenwärtigen Ausverkaufs an der Börse besser eingesetzt werden kann, empfehlen sie Anlegern, welche die Degussa-Aktien halten, diese am Markt zu verkaufen.
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